Trachselwald
Glücklichmachen macht glücklich
Ein Gottesdienst für uns alle - von Freiwilligen für Freiwillige. Dieser Einladung folgte vergangenen Sonntag eine schöne Schar von Leuten in den Predigtsaal Kramershaus. Anlässlich von 2011 Jahr der Freiwilligen stand auch hier der Gottesdienst zum Kirchensonntag unter dem Thema Freiwillig engagiert - für eine lebendige Kirche!
Die beiden für den Kirchensonntag verantwortlichen Kirchgemeinderätinnen Käthi Gfeller und Ursula Strahm hatten im Vorfeld Menschen aus der Freiwilligenarbeit unserer Kirchgemeinde angefragt, ob sie aus ihrer Tätigkeit berichten möchten. Die meisten kamen dieser Einladung gerne nach und aus ihren Erzählungen zeigte sich, in wie grosser Vielfalt sich die formelle Freiwilligenarbeit auch in unserer Kirchgemeinde präsentiert, das wohlverstanden noch zusätzlich zur sogenannt informellen Freiwilligenarbeit wie Nachbarschafts- oder Verwandtschaftshilfe, die bei uns ebenfalls noch grosse Bedeutung hat.


Auslöser eine freiwillige Tätigkeit zu übernehmen können unterschiedlicher kaum sein: Ein gemütliches Gespräch in einer Kaffeerunde, ein hartnäckig vertretenes Anliegen oder ganz schlicht und einfach eine Anfrage zur rechten Zeit. Genau diese Zeit ist die Resource, welche es zu schöpfen und zu investieren gilt. Das geschieht aber, wie viele Freiwillige erzählt haben, nicht nur zum Wohle von Mitmenschen. Freiwilligenarbeit besteht aus Geben und Nehmen. Wer sich darin engagiert, erhält auch sehr viel für sein eigenes Leben zurück.
Zwischen den liturgischen Teilen, gestaltet durch die Mitglieder des Kirchgemeinderates, wurde ein bunter Strauss von Freiwilligenarbeit präsentiert. Die Sonntagschüler vom Rothenbühl gaben uns Einblick in ihre jeweiligen Sonntagmorgentreffen. Ausgangspunkt ist ein Bibeltext, der mit Liedern, Geschichten aber auch Bastelarbeiten und anderen kreativen Tätigkeiten vertieft wird. Die Leiterin, Barbara Züttel erzählte zu Psalm 126 die Geschichte vom Clown Baldolino, der mit seiner melancholischen Geigenmusik den Menschen nicht etwa Heiterkeit sondern ganz aussergewöhnlicherweise Tränen schenkte, Tränen, die schlussendlich niemand mehr missen wollte.
Der Jungschileiter Stephan Steiner verglich die Sonntagschule mit der Gruppe, die sich jeden zweiten Samstagnachmittag trifft. Die Aktivitäten gleichen sich und entsprechend konnte er auch nahtlos den Faden der Geschichte aufnehmen und im Gespräch mit den Kindern das Thema in die ihre aktuelle Lebenssituation übertragen.
Vor gut 20 Jahren wurde in unserer Kirchgemeinde ein Besucherdienst ins Leben gerufen. Eine der damaligen Mitbegründerinnen, Käthi Fankhauser ist heute bereits über achzig Jahre alt aber immer noch im Dienst aktiv. Sie erzählte aus der Gründerzeit und gab uns Anteil an beeindruckenden, berührenden und bereichernden Begegnungen, die sie bei ihren Besuchen erleben durfte. Susanna Moser hat vor einem Jahr die Leitung dieses Dienstes übernommen und berichtete, wie die Gruppe sich mit regelmässigen Treffen mit Referaten und Austauschmöglichkeiten organisiert.
Ueli Oppliger, Teammitglied der Seniorenferien und Martha Reist, Kassierin der Sammelgruppe für mission 21 setzten mit ihren Berichten zwei weitere schöne Farbtupfer ins bunte Gottesdienstprogramm.
Das Anliegen des Kirchgemeinderates, die vielfältige Arbeit von Freiwilligen bei uns anzuerkennen, kam mit den verschiedenen Präsentationen und natürlich mit einem kleinen Geschenk an alle anwesenden Freiwilligen voll und ganz zum Tragen.

Engagierte Freiwillige (v.l.n.r.): Ueli Oppliger, Martha Reist, Barbara Züttel, Susanna Moser, Käthi Fankhauser, Stephan Steiner, Monika Steiner.
Nach dem Gottesdienst waren alle zu einem Kirchenkaffee eingeladen.
